Freitag, 27. März 2009

Stoffmarkt und die unendliche Taxisuche

Als Frau wird man hier doch etwas zu oft in Versuchung geführt... echt schlimm! Besonders bei diesen niedlichen kleinen Chinesen, ein wahnsinn ;) alle die jetzt dachten ich bleib hier, such mir nen Chinesen und vergess meinen Schweden zuhause haben sich jedoch geirrt... die Versuchung lauert ganz wo anders ;) überall lockt das Shoppingerlebnis!
War heute gemeinsam mit Nicole und Julia zum zweiten Mal beim Stoffmarkt relativ sicher komme ich beim nächsten Besuch nicht so günstig weg....
Der Stoffmarkt ist ein dreistöckiges wahnsinnig großes Haus, wo gefühlte hundertausend Stände mit den unterschiedlichsten Stoffen und Kleinzeug auf willige Käufer warten. Der Großteil bietet auch die Möglichkeit an schon fertige Kleidungsstücke zu kaufen oder sich schneidern zu lassen. Verliebt hab ich mich in unterschiedlichste Mäntel, mal sehen wer mein Herz dann auch wirklich gewinnt. Für 50-70 Euro darf ich einen (oder vl. zwei?) mitnachhause nehmen. Doch das ganze schaun und zurecht finden in dem etwas labyrinth-ähnlich wirkenden Gängen ist relativ anstrengend. Werd da auf jeden Fall nächste Woche mit meinen Eltern hinschaun und fleißig einkaufen :) *freu*
Sonstige Versuchungen lauern überall, immer wieder stellen sich einem kleine Kramuri-Geschäfte in den Weg, an denen ich zumindest nicht so leicht vorbei gehen kann. Von Haarspangen, über LVichy-Cremen bis hin zu Handytascherln, Seidenschals, Lampions oder unterschiedlichste Stifte gibts dort alles was (m)ein Herz begehrt. Keine Ahnung wie ich das alles mit heim nehmen kann was ich haben will *hihi* - besonders gemein ist, dass sogar am Weg zur Uni so ein Shop ist.... *seufz*
Taxisuche...
Normal ist es nicht schwer ein Taxi hier zu bekommen, heute jedoch war es fast unmöglich. E schon fertig vom Stoffmarkt schauen fängt es auch noch zusätzlich zum eisigen Wind zum Regnen an und kein Taxi erbarmt sich uns drei mitzunehmen. Drei verschiedene große Kreuzungen sind wir abgelaufen um vl. doch eines zu bekommen, eine Stunde später hatten wir noch immer keines und waren pitschnass...
Zum Glück hat uns dan ein blondes Mädl den Tipp gegeben zum nächsten Hotel zu gehen und uns dort bei ner Schlange anzustellen. Hotel Guests und No Hotel Guests... brav bei der No -Schlange angestellt und erst mal gewartet bis alle Hotelgäste n Taxi hatten, leider kamen halt auch immer wieder neue nach... aber 10min später war die Suche erfolgreich undwir durften die Heimreise antreten :)

Donnerstag, 26. März 2009

Field Trip to Yangzhong

Letzten Samstag gab es die Möglichket an nem Ausflug in nen ca. 4 Stunden Busfahrt entfernten Ort/Gebiet teilzunehmen. 16 der 19 Teilnehmer des MCM Austaschprogrammes von Salzburg udn Wien nahmen diese Herauforderung an, 2 wollten nicht, eine wurde leider krank... Das zweite Programm der School of Journalism der Fudan Universität besteht mit Studenten aus London (LSE) und ist irgendwas mit Business *G*, somit waren wir dann beim Ausflug ca. 30 Personen :) alle in nen Bus, der für Chinesen ausgelegt war (also wenig Platz für lange Beine) hineingepfercht und ab geht das Abenteuer :)

Der erste Tag bestand aus früh aufstehen, 4h Bus fahren, Mittagessen und dem Besuch bei drei Firmen. Die erste Firma hatte den Namen Daqo und produziert so gut wie alles *G* zumindest wars uns nicht ganz klar was sie nun wirklich machen... irgendwas mit Energie für Metro/Hochhäuser/... dort haben wir vieles gesehen von der Produktion und deren Produkten, aber im Großen und Ganzen nicht verstanden was wir nun sehen. Bei der zweiten Firma war das nun klarer, haben allerdings nicht so viel gesehen und konnten auch nicht direkt durch das Gelände gehen, sondern wurden nen Besuchergang mit Fenstern entlang geschleust. GSenergy stellt die Platten für Solarzellen her, also ne Art Zwischenstadium bevor das gesamte System wo aufgebaut werden kann.

Unseren letzten Besuch statteten wir einem Bambuskunsthandwerk ab, das war sehr interessant zu sehen, wie nun Bilder, Vasen oder Paravents gemacht werden.

Nicht so lustig war unser Abendessen, da wir 30 yuan (normalerweise sehr viel zu essen, da in nem kleinen Lokal ein essen ca 15 kostet oder weniger) zahlen durften um etwas Gemüse, Reis, Nudeln, Knochen (weil Fleisch war nicht viel dran) und was Kartoffelähnliches zu bekommen. Das wär ja noch ok gewesen, aber neben an waren unsere Professoren dabei ein rießen Festmahl zu halten mit allem was dazughört (viel Reisschnaps oder was auch immer das für Alkohol war)... schon etwas komisch. Erklärung war dann, dass die Dinge essen die wir sowieso nicht mögen würden. Was sicher stimmt, aber ein bisschen interessant wars halt schon, da wir ja auch bei unserem "Buffet" nicht unbedingt alles gerne essen. Das andere Bild zeigt den Versuch des Hotels, vl. eine Krippe zu gestalten, sollte denk ich mal Weihnachtsdekoration sein....
Die restlich Abendgestaltung war dann ein gemütliches Zusammensitzen in dem Hotelzimmer von Nils und David. Achja, das Hotel.... Muss sagen ich war überrascht, was wir bekommen haben, dachte wir kommen vl. in irgendeine Absteige oder sonst was. Naja es war eher sonst was, man konnte unser Hotel auch stundenweise mieten, Kondome und komische Erfrischungstücher für den privaten Bereich lagen (bei Stundenbuchung inklusive, sonst zum Zahlen) gemeinsam mit frischer Unterwäsche bei uns in den Zimmern auf. Aber dafür wars relativ sauber, Teppich was nicht so besonders war, aber sonst wars echt okay :) war aber doch irgendwie froh meinen Schlafsack mitgehabt zu haben, nachdem ich unterm Polster ein schwarzes Haar gefunden hatte... geschlafen hab ich dann aber nach dem anstrengenden Tag sehr gut.


Sonntags war nicht so viel zum Ansehen, keine Firmen mehr, nur Sightseeing, also Fluss und dessen Bewohner, ne Angelstelle als Ausflugsmöglichkeit für Chinesen (See mit Steg wo Fische eingesetzt werden), ne Petroleumlampenausstellung und dann Mittagessen beim KFC *freu* und die Fahrt nachhause... Dachte eigentlich wir kommen erst um 22h oder so heim, waren jedoch schon so um 17:30 wieder in Shanghai, also echt gemütlich.

So, nun noch zu den Flussbewohnern.... Mitten in der Fahrt blieben wir stehen, KJ (der Organisator der Reise, Leiter des Büros für Internationalen Beziehungen der School of Journalism) meinte wir sollen aussteigen und das Leben der hiesigen Bauern anschauen. Wir könnten ruhig auf deren Boot gehen und mit ihnen reden und weiß nich was alles....

Zuerst große Skepsis, dass das doch ein wenig komisch sei, wenn da 30 weiße Westler aussteigen und Chinesen-Schaun gehen, aber war anscheinend kein Problem für die und für uns recht interessant. Leider hatte ich halt am Freitag entschieden meine große Kamera mit Objektiven nicht mitzunehmen, da wir ja e nur Firmen ansehen werden... naja... wohl doch nicht. Hab mich geärgert kein Zoom-Objektiv und schon gar nicht meine Kamera mitzuhaben, wären nämlich echt sehr koole Fotomöglichkeiten gewesen, aber naja, müssts euch halt mit den Fotos der kleinen Kamera zufrieden geben ;)

Sonntag, 22. März 2009

Hong Kong (13.-16.6.)

Etwas verspätet, aber doch, nun mein Bericht über ne nette Reise nach Hong Kong...

Online nen Flug zu buchen scheint in der heutigen Zeit kein Problem zu sein,... scheint... in China ist mal wieder alles ganz anders. Eine super Homepage um günstige Flüge zu finden ist elong.net, aber dann dort auch zu buchen ist was anderes, da sie von ausländischen Kreditkartenbesitzern einige Kopien (Pass, Karte) und ne Unterschrift wollen... und dass am Besten sofort. Was nicht so einfach ist wenn man keinen Drucker und Scanner und eigentlich Uni hat. Auf Androhung der Stornierung unserer Flugreservierung haben wir unsere Bedenken wegen Datenschutz (was machen die mit dem was wir Ihnen schicken?! mehr oder weniger Blankounterschrift, da Text auf Chinesisch zumeist) mal kurz vergessen und Elong Mails mit dem Zeug geschickt. Ein paar Stunden später kam dann das Mail, dass der Flug leider nicht mehr reserviert wäre und ich aber gerne zu einem teureren Preis mitfliegen könnte - natürlich ein wenig ärgerlich...
Somit war dann auch unsere Gruppe auf Grund der Strapazen von 5 Mädls (Anna, Christin, Ina, Judith und ich) auf einmal auf 2 Mädls (Ina und ich) reduziert. Wie sooft in China heißt es aber an einem Tag dieses und am anderen Tag jenes und ich bin dann doch zum günstigen Preis geflogen *G* aber vorher schön aufregen ;) sonst wärs ja nicht lustig... *G*
Am Freitag nach gefühlten zwei Stunden Schlaf (recht viel mehr warns allerdings wirklich nicht) gings dann um 5 auf Richtung Flughafen und um 11 warn wir dann in Hong Kong... und haben gut unser Hostel gefunden - Yes Inn - recht nett :)

Zimmer und Aussicht aus dem Fenster neben meinem Bett
Eigentlich gibts nur zwei Dinge die um einiges besser sind in Shanghai: Fortgehen und Taxi-fahren, abgesehen davon das Hong Kong halt um einiges teurer ist...
Sonst hab ich es genossen mal in der Sonne zu sein (20-25 Grad), das Meer zu sehen und von fast allen verstanden zu werden wenn man Englisch spricht. Außerdem haben "Anti-Spitting" und "Care for others" Kampagnen dort schon sehr gut geholfen, niemand spukt einfach aus, ältere Leute bekommen einen Sitzplatz in der U-Bahn, man stellt sich fürs Einsteigen an und lässt die Aussteigenden zuerst raus - alles anderes als in Shanghai... nur ob das die "echte Kultur Chinas" ist, ist halt die Frage... Shanghai ist halt doch um einiges mehr China als Hong Kong. Hong Kong ist eher mehr Amerika oder eine sonstige westliche Stadt mit etwas mehr Menschen und einer etwas größeren China-Town vielleicht - überspitzt ausgedrückt :)


Sonst warn ma recht brav mit Sightseeing- am Freitag gleich noch die unterschiedlichsten Märkte angesehen: vom Goldfischmarkt, wo man Fische und sonstige Haustiere (auch ganz arme Baby-Hundis in Mini-Käfigen ohne Spielzeug und mit Hamstertrinkflaschen *snief* *seufz* so dass man sie alle "retten" will) kaufen kann, über den Vogelpark, wo sich Leute mit Vögel treffen und sie herzeigen und man alles für deren Bedarf kaufen kann, dem Blumenmarkt, nem Ladies Markt (Taschen, Kramuri, Kleidung, Schmuck, noch mehr Kramuri) bis hin zu nem etwas interessantem Markt wos dann sexy? Unterwäsche und sonstiges Spielzeug gegeben hat... beim letzten Markt haben wir uns erst mal bei nem Lokal hingesetzt, ein Tsingtao (gspritztes Bier, zumindest schmeckts ca. so, aber besser als alles andere bis jetzt probiertes chinesisches Bier) bestellt und die Menschen rund um uns beobachtet, die den Temple Night Market entlang spaziert sind... witziger Weise hat sich schnell ein Österreicher-Deutschland Eck entwickelt :) wo wir mit nem Mädl, das auf den Philipinen in Manila auf der Botschaft arbeitet und ihrem eigentlich aus Indonesien stammenden Freund recht nett unterhalten haben... nebenan warn zwar auch noch Deutsche, aber die waren uns dann zu deutsch... ein dickliches Ehepaar mit ihrem grad erwachsenen Sohn, der nach Hong Kong zum arbeiten bald kommt...

Zurück im Hostel wollten wir allerdings nur mehr schlafen, da der ganze Tag mit 2,5h ca. Flug doch etwas anstrengend war....

Weitere Stationen unserer Sightseeing und Shopping Tour (5 Paar Schuhe- Ballerinas um 3 Euro, hohe um 12, echte Puma um 20 Euro ca., nen Roxy Pulli und n Leiberl, etc.) waren dann eben ein Outlet zum "bissi" Einkaufen, ne Fahrt mit der Peak Tram und die Stadt von oben bei Nacht begutachten, die Lasershow der Skyline, die längste Rolltreppe der Welt, Soho (super für westliches Essen- war sehr genial bei nem Glas Rose am Nachmittag zu sitzen und Nudeln mit Muscheln zu essen - sooooooo gut!! *g*) und wir sind die gesamte Strecke vom Hostel bis Soho und noch etwas weiter zu Fuß abmaschiert. Dabei sind wir auf ner Promenade gelandet wo Hundefreilaufzone ist und haben einen echt lieben BabyMiniPudel streicheln dürfen, am liebsten hätt ich ihn eingepackt und dem Sirius als kleine Schwester mitgebracht... so niedlich, echt arg! Aber alle die meinen Hund und seinen ausgebildeten Fortpflanzungsinstinkt kennen, wissen dass das nicht so ganz gut gegangen wäre... allerdings zwei so süße gemeinsam.... hui... *G* aber war witzig mal wieder Hunde zu sehen die auch etwas größer sind. Weil in Shanghai sind Hunde entweder Straßenhund (darf ich nicht streicheln), Wachhunde (will ich auch lieber nicht streicheln) oder komische Hundis mit Jacke und Schuhen, meistns weiße Spitz (könnte ich streicheln, aber Besitzer verhätscheln die so sehr, dass ich sie wahrscheinlich nicht streicheln dürfte *G*)....



Der Versuch am Samstagabend Fortzugehen war zuerst nicht so erfolgreich, haben echt lange gesucht wo wir hingehen könnten, dafür aber ne Art Kebab gefundn (vermiss ich, dass man nachm Fortgehen nichts zum Essen hier bekommt!) und später dann auch n Lokal wo man halbwegs Tanzen konnte, wo wir dann nen Cocktail getrunken haben. Gegen Ende unseres Wochenendausflugs haben wir die Sonne noch genossen und sind am Meer gesessen, haben Boote beobachtet und ein Eis geschleckt, sehr toll :) und zu guter Letzt haben wir sogar ne Englischsprachige Buchhandlung gefunden, wos dann Magazine und ein Buch zur Belohnung gegeben hat *freu*

@ Gü kennst das vo irgendwo?

Alles in Allem ist Hong Kong eine echt tolle Stadt mit vielen Parks und tollem Grünzeug zwischen den Hochhäusern! Mal schaun wies im Sommer ist, wenns nicht ganz so angenehme Temperaturen hat, schaut nämlich so aus als würde die Stadt mich Ende Juni gemeinsam mit meinem Andi wiedersehen...

Mittwoch, 18. März 2009

Ich bin fest überzeugt: der Frühling kommt :)

Nachdem es nun langsam nicht mehr von in der Früh bis am Abend regnet und kalt ist, haben Anna und ich einen der ersten halbwegs warmen und sonnigen Tag genutzt um uns ein Rad anzuschaffen :)
Für ca. 45 Euro hab ich ein blaues Fahrrad, ein blaues Schloss, ein Körberl und einen Luftpumpe bekommen, denke mal ein ordentlicher Preis. Geht zwar auch günstiger, wie Fabian uns beweisen wollte, er hat nur 10-20 Euro gezahlt, dafür hat er allerdings keine Bremsen *G*

Mein Rad besitzt ne Glocke, Bremsen und fährt sich recht nett, auch wenn der Sattel echt hart ist... und das beste: es hat n Blumenornament am Sattel *hihi*...

Also: Co ist stolze Besitzerin eines Fahrrades und hofft das das Wetter bald immer so schön ist, dass sie damit auf die Uni fahren kann und es ihr nicht gestohlen wird... :D

Sonntag, 8. März 2009

Wäsche waschen auf Chinesisch...

Gut, dass ich kein zu schönes Gewand hierher mitgenommen habe... irgendwie vertrau ich unserer (ja wir haben eine eigene -was für ein Luxus!!) Waschmaschine nicht so wirklich. Man muss verstehen, dass Chinesen ein sehr energiesparendes Volk sind, somit wird die Wäsche nur kalt gewaschen, allerdings heizt man mit der Klimaanlage - man muss nicht immer alles verstehen! Immerhin kann so die Wäsche nicht eingehen, sie wird nur durch das sanfte Schleudern immer größer, was besonders bei Jeans und Wollpullis gewöhnungsbedürftig ist.

Allerdings kann man bei der Maschine auswählen wieviel Wasser sie verwenden soll, ob es sich um Wolle oder Jeans handelt, man schnell oder normal waschen will und ob waschen/spülen/schleudern oder nur spülen und schleudern etc. - wichitg ist auch der Knopf ganz rechts, hier kann man den Waschvorgang starten und auch anhalten :)

Heute war/ist mal wieder Waschtag bei mir und ich wollte euch mit ein paar Bildern daran teilhaben lassen :) Ihr seht nun unsere Waschmaschine, Warnhinweise auf Chinesisch, meinen Wäscheständer auf unserem Wintergarten/Balkon...