Nachdem meine Eltern am Donnerstag (2.4.) eine Stunde früher schon gelandet sind, machten wir uns auf den Weg ins Howard Johnson Caida Plaza - ein 5 Sterne Hotel, das 10min von meiner Wohnung entfernt ist. Dort gabs um ca. 6 Euro ein wahnsinnig gutes Frühstück mit Käse! Obst, Gemüse, Ei, Schinken - und: echten Kaffee von ner Espressomaschine (Jura)!! Auch die Übernachtungskosten haben mich nun gar nicht geschreckt mit ca. 40 Euro pro Zimmer pro Nacht.
Am Sonntag ging der Flug nach Beijing, wo wir innerhalb von 4 Tagen das gesamte "must visit"-Programm mit Verbotene Stadt, Kaiserpalast, Platz des Himmlischen Friedens (mal lieber deutschen Namen verwenden, der Chinesische ist auf Grund des Aufstandes hier ein geblocktes Wort im Internet), Lama Tempel, Himelstempel, Judo-Show, Große Mauer, Olympia Stadion, Schwimmhalle,...
Lama Tempel mit furchtbar vielen Menschen
Kaiserpalast - Verbotene Stadt
Platz des Himmlischen Friedens
Olympiastadion
Himmelstempel - Wahrzeichen von Peking laut Muzi
Die große Mauer in Mutianyu
Außerdem schaffte es Virigina (mein Buddy, die auch in Salzburg war) an einem Abend uns zum Essen zu begleiten - es gab Hot-Pot. Eigentlich aus der Mongolei kommende Speise, die man am Tisch selbst zubereitet, vergleichbar mit nem Fondue bei uns. Man bekommt unterschiedlichstes Fleisch, Gemüse, Nudeln gemeinsam mit einer Suppe und Saucen serviert. Danach gibt man die rohen Speisen in die Suppe, wo sie gekocht werden und am Schluss eine sehr köstliche Suppe (die man in Shanghai isst- in Peking nicht) entstehen lassen. Hatten dort sogar drei verschiedene Suppen, war sehr gut - Nachteil ist, dass wenn man in einem Raum mit 10 solchen Suppen sitzt selbst für einige Zeit stark nach Suppe riecht....
So erfolgreich wie Peking verlaufen ist und wie begeistert wir von allem waren - so gegensätzlich ist dann Chengde gewesen. Gefühlte 10 Stunden sind wir mit maximal 80km/h, sogar auf Autobahnen, 200km weiter nord-östlich in der Sommerpalast Stadt angekommen. Das Hotel war nicht wie erwartet, der selbe Reiseführer (Miao) wie in Peking hat sich überhaupt nicht ausgekannt und wir waren so weit von irgendwelchen Lokalen weg, dass wir nur im Hotel essen konnten. Im Sommerpalast musste Miao dann die Hilfe einer älteren Dame aus dem angrenzenden Park annehmen um überhaupt den Eingang zu finden. Danach begleitete sie uns, da er im Großen und Ganzen Null Ahnung von irgendwas hatte. Wichtig waren nur seine Andauernden Telefonate. Also kein gutes Auftreten von unserer Mutzekatze, die allerdings sehr erfolgreich war seine Bazillen an meine Eltern weiterzugeben... warum sollte man sich auch die Hand beim Husten und Niesen im Auto vorhalten? Viel erzählt hat er sowieso nie, wobei wir da sogar teilweise sehr froh drüber waren, denn ich habe noch nicht sehr viele Menschen mit so starken Geruch aus dem Mund getroffen, denke er verwendet keine Zahnbürste... *bäh*
Positiv an dem Aufenthalt in Chengde war auf jeden Fall der Besuch eines Tempels kurz vor Sperrstunde, somit war das Licht für Fotos sehr gut und Besucher waren auch fast keine mehr hier. Interessant fand ich, dass bei ner Fotoaustellung im Tempel auch das Oberhaupt der Lamaistischen Religion abgebildet war, auch wenn dieser Herr in China so ganz und gar nicht beliebt ist (ihr wisst schon wen ich in dem orang-gelben Gewand meine).

Die Ruhe in dem Tempel war echt beeindruckend!
Die Ruhe in dem Tempel war echt beeindruckend!
Die sehr tränenreiche Verabschiedung vom Katzal fand auf nem ganz kleinen Bahnhof in Peking statt - keine Ahnung wie man hier den Überblick behält bei Gebäuden dieser Größenordnung und endlich warn wir mal alleine in nem großen Zugabteil, das normalerweise fürs Schlafen gedacht war.
Auf der Zugfahrt hat es mich sehr verwundert, dass wir an sehr ähnlichen Steinformationen wie in Kalifornien/Nevada/... im Herbst vorbeigefahren sind, aber auch dann wieder typisch chinesische Kleinstädte gesehen haben. Eine Siedlung hat mich besonders mal wieder auf die etwas nationalistische Einstellung Chinas hingewiesen, da bei den kleinsten unscheinbarsten Hütten die chinesische Flagge gehisst ist - fast überall! Weiters waren viele Atomkraftwerke zu sehen, an denen man mit dem Zug mit so ca. 40m Abstand vorbefährt. Aber Atomkraft wird in China ja im selben Atemzug genannt wie Wasser- und Windkraft - erneuerbare Energie, uneingeschränkt positiv. Naja, wie soll man auch soviele Menschen mit Energie versorgen, die auch Unmengen an Energie verbrauchen (Klimaanlagen als Heizung ist hier nur ein Beispiel aus dem Süden Chinas, im Norden gibts nämlich Heizungen!)....

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