Mittwoch, 15. Juli 2009

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So, nun bin ich nach nur 11h Flug wieder in Österreich angelangt... Jetzt muss ich erst mal alles Zeug was von China mitgekommen ist sortieren und einräumen und so richtig ankommen...

Bis bald (auch persönlich hoffentlich)

Corinna

Sonntag, 31. Mai 2009

Grillerei am Campus in Shanghai

Immer wieder durfte ich im Chat vom Techno-Z lesen, dass sie nun grillen und immer habe ich mich furchtbar Leid gesehen und alles was zum grillen dazugehört vermisst. Doch nun hat das ein Ende! Gestern wurde unser Griller anlässlich Alfis Geburtstags eingeweiht. Es gab Fleisch, Brot, Bier, Salat, Saucen, Musik, gute Stimmung – was will man mehr.




Ein echt sehr gemütlicher Abend in einem nicht ganz so alltäglichen Ort. Wir haben zwei Tische und einige Sesseln aus unseren Wohnungen geholt und uns zwischen zwei Häuser wohnlich eingerichtet. Wenn das wer in Österreich machen würde, wäre wahrscheinlich ganz schnell irgendjemand damit unzufrieden. Aber hier hat nicht einmal unser persönlicher Wachdienst vom Heim etwas gesagt. Dafür haben wir dann natürlich alles ganz sauber wieder hinterlassen, als wir dann so um 2h in der Früh wieder alle Möbelstücke an ihren richtigen Platz und bis auf ein paar Ausnahmen uns selbst ins Bett verfrachtet haben.
Angeblich gibt es bald eine Wiederholung – also ich freu mich darauf! :)

Cultural Week @ Fudan Universität – oder auch Gratis Tourismus Werbung für Österreich

Schon vor unserem Aufenthalt in Peking waren wir fleißig am Organisieren eines Österreich-Standes bei einer Art Mini-Expo auf der Fudan Universität. Diese Veranstaltung hatte den Sinn unterschiedliche Länder kulinarisch und kulturell zu präsentieren. Für diesen Zweck haben wir keine Mühen gescheut! Dank Alfi besaßen wir eine originalgetreue Almhütte mit echtem österreichischem Kamin und Hirschgeweih, dank Kathi ein Almdudlerpärchen, hinter dem man sich fotografieren lassen konnte und Lebkuchenherzen aus Pappkarton, dank Ina und Judith echten Kaiserschmarrn mit Rosinen und dank den Lokalen Servus Vienna (Snacks wie Apfelstrudel, Lachsbrötchen, Faschiertelaibchen, Streichwurstbrot, Ottakringer Bier) und Cafe Vienna (rießen Topf Gulaschsuppe – allerdings genauso wie der Stand der Ungarn neben uns *hihi*) – alle anderen fleißigen Helferlein die hier nicht namentlich erwähnt wurden, waren fürs Nageln, die Deko der Almhütte oder den Aufbau des Standes zuständig und haben das mit Bravour gemeistert. Danke hier auch an das Austria Center der Fudan Universität (also Julian Müller) für die Polster, Folder und Aufsteller aus und über Österreich und das Engagement bei der Veranstaltung selbst. Achja und ich hab so ca. 10 kg Äpfel geschält und dann mit Judiths Hilfe zu Apfelkompott verarbeitet.




Das gesamte Event war ein totaler Erfolg und wahrscheinlich hatten wir den meisten Spaß mit der Austro-Musik mit leichtem Apres-Ski-Hits Touch und unserem Essen. Witzig fand ich, dass wenn jemand Österreich kennt, meistens Sissi, Mozart, Wien oder Salzburg genannt werden. Eigentlich hätten wir ja von Tourismus Austria bezahlt werden müssen, soviel wir für Österreich getan haben an diesem Tag…



Aber es war ja furchtbar lustig und somit schön etwas von unserem Nationalstolz (den wir ja sonst eher verstecken in Österreich, außer es gibt ein Fußballspiel , aber das ist dann wieder eine andere Sache) zu zeigen!

Uniausflug nach Peking

Da es ja Teil unseres Austauschprogramms ist, eine Woche in Peking zu verbringen, war ich anschließend unseres Urlaubs eine Woche dort.
Von Uni hab ich zwar nicht soviel gesehen, weil sie einen Tag vorher das Programm geändert haben und ich an dem zweiten Unitag schon wieder in Shanghai war, da mein Flug schon gebucht war, dafür aber umso mehr vom See in Peking. *G*
Die ersten zwei Nächte allein verbracht leistete mir dann Kemi die restliche Zeit im furchtbar kleinen, etwas nach Abfluss stinkenden, Hotelzimmer Gesellschaft. Gemeinsam haben wir dann auch den Sommerpalast, einige Hutongs und den See in Peking besucht.
Nach diesen Tagen haben wir alle festgestellt, dass nicht alle Wege nach Rom, sondern alle Wege in Peking zu einem kleinen See neben dem Beihai Park führen. Egal woher man kommt, irgendwie landet man immer wieder dort. Allerdings ist das nicht gerade etwas schlechtes, denn neben gratis Wlan beim Starbucks (endlich nach langer Zeit wieder mit Andi telefonieren *freu*) gibt es weitere unzählige Lokale, Cafes und Bars rundherum wo man sehr gemütlich zusammensitzen kann.




Da ich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Peking schon mit meinen Eltern besucht habe und doch plane irgendwann mit Andi noch mal zu kommen war viel Zeit um Shoppen zu gehen oder nur durch die Gassen zu spazieren.
Endlich habe ich es erfolgreich geschafft kleine Handtaschen zu kaufen, dafür gleich drei, jeweils eine in weiß, schwarz und dunkelblau (aus Respekt für alle Zuhause, nenne ich nun keine genauen Preise, nur das: unter 10 Euro!). Auch Schuhe, ein Rock, Leiberl und sonstiges Kramuri haben den Besitzer zu mir gewechselt, wenn ich nicht mit dem Flugzeug unterwegs gewesen wäre, wahrscheinlich sogar noch mehr *hihi*
Lustig war auch unser legendärer Karaokeabend – für alle die dabei waren: One night in Beijing…. *sing* und für alle anderen: man stelle sich ein Buffet mit Essen (naja nicht so besonders, aber die Nudeln waren gut), furchtbar süße Softdrinks, etwas hineingeschmuggeltes Bier und komischen chinesischen Schnaps, eine Gruppe Westler, eine Gruppe Chinesen und einen abgetrennten Raum mit Soundsystem vor. Chinesen singen alleine, wir haben immer alle gemeinsam mehr oder weniger erfolgreich unsere Lieder von uns gegeben, zum Glück hatten sie eine große Auswahl an westlichen, englischen Liedern. Hätte ich nicht gedacht, dass das so lustig sein kann…




Weniger lustig, weil am sehr sehr wenig geschlafen war dann der Unitag danach, allerdings hat er sich auf eine einstündige Vorlesung, die sogar sehr interessant war, und einem Besuch bei der 798 Artzone von Peking beschränkt, also halb so schlimm. Außerdem waren die Fotoausstellungen sehr beeindruckend.




Laut den anderen war der andere Tag nicht so spannend, da sie nur durch die Xinhua News Agentur (so was wie APA bei uns) durchgeschleust wurden und nicht wirklich mit jemanden reden oder irgendwas fragen konnten. Also hab ich angeblich nicht wirklich was verpasst und bin gut in Shanghai einen Tag früher angekommen.

Urlaub in Singapore – Ausflug nach Kuala Lumpur

Dank einige Mitstudenten haben wir es durchgesetzt eine Woche Ferien anstelle der Osterferien zuhause zu bekommen. Chrstin, Ina und ich haben die Chance ergriffen und uns auf den Weg nach Singapore gemacht.




Da es ja Urlaub war, gingen wir die Woche eher gemütlich an und doch haben wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten alle abgehakt. Da wir in Little India in einem sehr netten Hostel (an dieser Stelle noch mal Danke an Hannes und Andi fürs Testen letztes Jahr) gewohnt haben stand ein Rundgang durch diesen Stadtteil ganz oben auf der Listem was wir dann auch am Sonntag gemacht haben. Doch den ersten Tag (Samstag) verbrachten wir zuerst mit einer Rundfahrt durch die Stadt und einem Spaziergang entlang des Flusses, mit Mittagessen am Ufer, teuer bzw. selber Preis wie in Österreich, aber gut.




An einem Tag machten wir einen Ausflug nach Sentosa, eine Insel nur auf Freizeitaktivitäten ausgelegt mit wunderschönem Palmenstrand. Der wurde dann auch brav genutzt zum Sonnetanken und Ausspannen bis zum Sonnenuntergang.




Besonders fand ich den Zoo in Singapore, der meine Tagesgestaltung von Donnerstag eingenommen hat. Hier gibt es eigentlich keine Zäune, sondern nur ganz niedrige oder Gräben um die Tiere nicht ganz frei zu halten. Affen zum Beispiel können jedoch über den Köpfen der Menschen hinweg schaukeln und sich relativ frei bewegen. Der Schmetterlingsbereich war jedoch schon abgegrenzt um die wunderschönen handtellergroßen Insekten zu schützen.
Abends gibt es die Möglichkeit eine Nightsafari zu machen. Schade, dass ich alleine unterwegs gewesen bin, als Pärchen wäre das schon eine sehr romantische Angelegenheit. Man kann eine Tour buchen um herumgefahren zu werden (was ich gemacht habe), Shows ansehen und selbst spazieren gehen. Leider hab ich mich nicht so ganz getraut wirklich alle vorgeschlagenen Strecken alleine zu gehen, weil es doch sehr dunkel war und ich nicht ganz wusste wie lang ich zur U-Bahn-Station brauche, wollte nicht den letzten Zug verpassen. Dafür hab ich dann noch bei einer Tribal-show mit Feuer und Tanz zusehen können bevor ich mich wieder auf den Weg zurück machte. Alles in Allem nur weiterzuempfehlen :)




Der Tagesausflug nach Kuala Lumpur startete mit einem günstigen Flug von Air Asia und beschränkte sich auf eine Stadtrundfahrt und den Besuch zweier Türme. Wir besuchten zuerst den höchsten der Stadt, einen Fernsehturm und dann kam das verpflichtende Programm: der Besuch der Petronas Towers. Immerhin weiß ich nun, dass ich nicht so bald wieder nach Kuala Lumpur muss, habe es gesehen aber hat mir nicht so gut gefallen wie Singapore oder Shanghai selbst.




Achja, wir haben einstimmig beschlossen, dass Singapore Airlines nicht umsonst eine der besten Airlines der Welt sind. War ein toller Flug, trotz Gewitter mit gutem Essen (einmal sogar aus der First-Class weil kein westliches Essen mehr über war) und gutem Singapore Sling. Natürlich war auch das Boardentertainment mit interessanten Filmen und Spielen sehr sehr unterhaltsam… also gerne wieder :)

Rundreise Part 4 - Xian – Shanghai – Suzhou

Nach einer etwas anstrengenderen Zugfahrt, dafür umso besseren Frühstück machten wir uns also auf den Weg zu einem der bekanntesten Funde und meistbesuchten Touristenattraktion Chinas: der Terrakotta Armee von Xian.

Ein paar Bauern haben hier auf einem Feld bei der Arbeit eine unterirdische Grabkammer (ob sie jetzt für die Mutter oder für ihn selbst war, da streiten auch noch die Wissenschaftler) des Kaisers „Qin Shihuangdi“ gefunden. Daraufhin wurden bei Ausgrabungen mehr als 3000 Soldaten und Pferde sowie mehr als 40.000 Waffen gefunden und restauriert, geschätzte weitere 5000 Figuren sind noch im Erdreich verborgen. Das gesamte Areal ist in drei Hallen unterteilt, wobei eine wirklich schön restaurierte Figuren zeigt, eine noch nicht so restaurierte und eine Museum für den besonderen Fund einer Kutsche ist. Es wurde auch eine andere Halle entdeckt bei Ausgrabungen, da in diesem Raum aber keine Figuren mehr waren, wurde sie wieder zugeschüttet. Alle Terrakottafiguren waren einmal ganz bunt bemalt, die in der zweiten Halle gezeigten Figuren wurden auch noch bunt gefunden, nach 1h im Sonnenlicht war aber jede Spur von Farbe verschwunden…. Wohl nicht so ordentlich gearbeitet bei der Ausgrabung? Schade… Papa war auf jeden Fall sehr sehr beeindruckt von dem Mausoleum und meinte sogar, das zu Sehen allein, würde eine Chinareise schon rechtfertigen.




Den Abend haben dann meine Mutter und ich mit ein bisschen Schaufenster schauen und bei Starbucks Kaffe trinken verbracht. Papa gings leider nicht so gut, nun war er an der Reihe die Bazillen von unserer Mutzekatze zu bekämpfen.
Da die Nachtzugfahrt doch sehr anstrengend war hatten wir die Idee anstelle der zweiten Zugfahrt, die mehr als 12 Stunden gedauert hätte, doch einen Flug nach Shanghai zu buchen. Somit war der nächste Tag in Xian ein bisschen konfus, da der Reiseleiter nun vor der Herausforderung stand dies umzuorganisieren, was aber reibungslos geklappt hat. Danach gings zum bekannten Glocken und Trommelturm und zum Muslimviertel mit anschließenden Besuch einer Moschee. War interessant zu sehen was in den Kochtöpfen so alles vor sich hin schmorrte und witzig zu beobachten, wie muslimisch gekleidete Chinesen vom Gebet kamen.




Weniger witzig fanden wir dann, dass unser Flug nicht um ca. 16h sondern ca. 22h starten sollte, weil es in Shanghai zu neblig war. Aber das war noch nicht so schlimm, am Flughafen gab es Wlan und ne Steckdose für den Laptop. Zum Glück hatte ich noch einige Fernsehserien mit, wo dann bald einige Chinesen sehr gespannt über meine Schulter schauten, was ich da nicht am Laptop ansehe. Für Essen und Trinken hatte die Fluglinie gesorgt und so war das Stresslevel noch nicht sehr hoch. Doch auch das sollte sich ändern….
Nachdem wir fast pünktlich dann auch gestartet sind, wundern wir uns nach einer Stunde warum noch niemand Informationen für die bevorstehende Landung durchgibt. Eine halbe Stunde später wissen wir dann auch warum: wir wurden nach Qingdao umgeleitet, da sich das Wetter in Shanghai noch nicht gebessert hatte. Nun stand uns ein Kampf um die Köffer, ein warten im kalten Qingdao (ca. 8 Grad, in Xian hatte es 30, in Shanghai 20, dementsprechend auch die Kleidung der meisten Fluggäste) und eine etwas abenteuerliche Suche nach dem richtigen Bus zum Hotel bevor. Eigentlich alles nicht schlecht von der Fluglinie China Eastern Air organisiert, aber niemand hat bedacht, das Menschen, die kein Chinesisch sprechen auch gerne irgendwelche Informationen erhalten würden. Nur durch fast schon Kampf haben wir ein paar spärliche Infos erhalten, hätten uns nich ein paar ABC’s (American Born Chinese) weitergeholfen, dann wären wir vielleicht ein bisschen verzweifelt, aber nur vielleicht… Im Großen und Ganzen hat dann doch alles funktioniert und nach zeichensprachlicher Erklärung haben auch meine Eltern zum Frühstück gefunden. Anschließend gings dann mit ca. 18h Verspätung nach Shanghai. Wenn wir das gewusst hätten, wären wir sicher mit dem Nachtzug gefahren ;)

Eigentlich war somit der Zeitplan unserer Rundreise durcheinander, da wir ja einen Tag zu spät in Shanghai angekommen sind. Die engagierte Lissi von China Highlights organisierte aber als Ersatz einen netten Tagesausflug nach Tongli und Suzhou für den nächsten Tag.
Somit haben wir doch noch die schöne Wasserstadt mit Kanälen wie in Venedig gesehen und eine Bootsfahrt gemacht.




Neben der Seidenfabrik in Suzhou war der Garten des Wandelnden Politikers recht schön zum Ansehen auch wenn leider ein Teil wegen Bauarbeiten nicht zu besuchen war.
Krönender Abschluss war für Mama der Besuch eines Perlengeschäfts mit wirklich schönem und auch wenn man mit zuhause vergleicht, recht billigem Schmuck.




Nach unserem etwas ausgiebigerem Einkauf beim Stoff- und Schneidermarkt, machte sich ein Paket mit ca. 30kg auf den Weg nach Wels, das auch nach 10 Tagen sogar schon erfolgreich angekommen ist. Weitere werden wahrscheinlich noch folgen ;)




Auch gut zuhause angekommen sind wieder meine Eltern, freut mich aber auch ein bisschen schade, weil ja nun wieder niemand hier ist auch wenn die Flüge so günstig sind.